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crosstalk --info

IRC-Charme.
Moderne Funktionen.

Crosstalk ist eine selbst gehostete Chat-Plattform für Communities, als Ersatz für IRC, Discord und TeamSpeak. Text, Voice, Video und Bots in einem schlichten Terminal-Look, auf eigenen Servern und ohne Tracking.

Zum ChatMehr erfahren

Funktionen

Text-Channels

Öffentliche und private Channels, Direktnachrichten, Markdown und Farbtext, Reaktionen, Antworten, Suche.

Voice-Räume

Räume zum Reinhüpfen wie bei TeamSpeak, per WebRTC im Browser, mit Stummschaltung und Rechten.

Kamera und Bildschirm

Video und Bildschirmfreigabe in den Voice-Räumen und Anrufe in Direktnachrichten.

Bilder und Medien

Uploads und Avatare, Bilder über einen eigenen Proxy, keine Verbindung zu Drittservern.

Bots und offenes Protokoll

JSON über WebSocket, dokumentiert mit JSON-Schemas. Bots per Python-Bibliothek.

Moderation

Rollen, Rechte pro Channel, Kick, Bann, Stummschaltung, Meldungen und Audit-Log.

Warum Crosstalk

  • Selbst gehostet: Jede Community betreibt ihren eigenen Server. Die Daten bleiben bei euch.
  • Datensparsam: Keine Telefonnummer, kein Tracking, keine IP-Adressen in Logs, nichts von Drittservern.
  • Leicht: Ein Server-Prozess, ein Docker-Compose, Web-App (PWA) für Desktop und Handy. Kein Build-Schritt im Client.
  • Offen: Das Protokoll ist öffentlich spezifiziert. Der Quelltext (AGPL-3.0) folgt zur Veröffentlichung.

Warum es das hier gibt

Es fing mit mIRC an.

mIRC erschien 1995, brachte Skripte, Bots und Dateiaustausch auf den Windows-Desktop und prägte eine ganze Generation. Es wird bis heute gepflegt, aber das, was Messenger heute können, kam nie dazu. Ich bin zum IRC gekommen, als es seinen Höhepunkt erreichte. Wer in Browsergames und Multiplayer-Spielen unterwegs war, kam gar nicht daran vorbei. Man traf sich im Channel der Allianz, des Clans oder des Servers, und dort wurde alles besprochen: Absprachen, Streit, Insiderwitze und der Weg zum nächsten Spiel. Nebenher lief Teamspeak oder Ventrilo, wenn es ernst wurde und man die direkte und schnelle Kommunikation im Team brauchte.

Dann hat sich die Welt weitergedreht.

Neue Technik kam auf den Markt, und die Kommunikation zog um. Heute läuft gefühlt neunzig Prozent meiner Gaming-Kommunikation über eine der großen Plattformen. Das ist bequem, und ich verstehe jeden, der sie nutzt.

Aber etwas ist verloren gegangen.

Bei den großen Anbietern entscheidet man nicht selbst, wo die eigenen Daten liegen oder wofür sie verwendet werden. Ständig kommen neue Regeln, und fast genauso oft hört man, dass Unternehmen dieser Größe sie nicht immer ernst nehmen oder dass Daten durch eine Panne bei Dritten gelandet sind. Das früher selbstverständliche „Das ist mein Server“ gibt es dort nicht mehr.

Und IRC hat nie aufgeholt.

Nach mIRC kam kein Nachfolger, der neue Funktionen unabhängig vom Protokoll gebracht hätte. IRCv3 hat versucht nachzuhelfen. Aber jede Erweiterung ist freiwillig: Jeder Server und jeder Client entscheidet selbst, ob und wann er sie übernimmt. Bis heute fehlt in den meisten Netzen sogar der Chat-Verlauf, den man von jedem modernen Messenger erwartet. Bis dahin waren alle längst woanders.

Selbst hosten war immer unser Ding.

Die Leute, die ich über IRC, Teamspeak, Ventrilo und Co. kennengelernt habe, hatten eines gemeinsam: Man betrieb seinen Server selbst, und er gehörte einem. Das war für viele von uns kein Sonderwunsch, sondern der Kern der Sache.

Also bauen wir es noch einmal.

Crosstalk ist ein Chat zum Selbsthosten mit dem Gefühl von damals. Dazu kommen die Dinge, auf die heute niemand mehr verzichten will: Voice, Video und Screenshare, Reaktionen, Dateien, Suche, verschlüsselte Direktnachrichten und ein Client, der im Browser und auf dem Handy läuft. Du hast die Datenbank, du hast die Regeln, und du entscheidest, wer hereinkommt.

Wie früher, nur ohne die Kompromisse.

Wo ich programmieren gelernt habe

IRC war der Anfang.

Meine ersten Zeilen Code waren mIRC-Skripte: ein Alias hier, ein Event dort, ein Begrüßungstext für den Channel. Es war klein, aber es hat sofort etwas bewirkt, und das hat mich nicht mehr losgelassen.

Dann kam der Eggdrop.

Irgendwann reichte ein Skript im Client nicht mehr. Ein Bot sollte rund um die Uhr im Channel stehen, und dafür habe ich meine erste Shell gemietet, nur um ihn zu hosten. Dort habe ich gelernt, was ein Server ist, was ein Prozess ist und was passiert, wenn man sich aussperrt.

Und der BNC.

Als Nächstes kam der Bouncer. Er hielt den Verlauf fest, wie man es heute von jedem Messenger erwartet, und er sicherte meinen Nickname. Der Nick war damals eine Frage der Ehre. :D

Danach kam die Liebe zum Programmieren.

Aus den Skripten wurden Programme, und aus dem Hobby wurde das, was ich heute mache.

Deshalb sind Bots bei Crosstalk kein Nachgedanke: Sie sind Mitglieder wie alle anderen, mit eigenem Konto, Token und offenem Protokoll.

Stand

Crosstalk ist in aktiver Entwicklung. Der Betrieb auf irc.wtf ist ein Testbetrieb, Zugang gibt es je nach Einstellung der Instanz per Einladung oder als Gast. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Direktnachrichten ist gebaut, aber noch nicht extern geprüft und daher nicht aktiviert.